
Um
5 Uhr Abends sind wir dann endlich in Barcelona angekommen und waren erst
einmal von dem riesigen und unübersichtlichen Bahnhof geschockt. Irgendwo
fanden wir dann eine Telefonzentrale und begannen alle Jugis abzuklappern.
Doch das ganze schien aus-sichtslos. Die Antwort war immer die selbe: No,
it's
full! Und doch fanden wir schlussendlich, mit sehr
viel Glück, noch ein Nachtlager in der kleinen Jugi "Studio".
Ein Glücksgriff, wie sich später herausstellte. Eine kleine, herzige
Jugi, ein bisschen Abseits vom ganzen Rummel, aber mit der Metro gut erreichbar.
Der nette Besitzer gab uns Stadtpläne, beschrieb uns den Weg zun den
wichtigsten Sehenswürdigkeiten
und und und
Endlich stand unserer Erkundung dieser wunderbaren Stadt nichts mehr im Wege. Wir begannen an der Rambles, der wohl berühmtesten Strasse Barcelonas, wo sich Vogelhändler, Blumenläden und diverse Künstler abwechselnd ihre Ware oder ihr Können anpreisen. Man gewöhnt sich schnell an die fröhliche, lebendige Stadt und fühlt sich bald wie zu Hause.
Wir liefen die ganze Rambles bis zum Hafen ab und fuhren danach mit der Metro zum Plaça de Espanya. Dort befindent sich der pompöse Brunnen Font Magica, der jeden Abend tausende von Leuten anzieht. Auch wir waren von dem farbigen Wasserschauspiel begeistert und merkten gar nicht wie schnell die Zeit verging.

In der brütenden Mittagshitze zogen wir weiter zu der Kathedrale Sagrada Familia, dem Wahrzeichen Barcelonas, sowie Gaudis berühmtestes Werk. 1882 wurde das Riesenprojekt begonnen, aber nach wie vor ist auch dieses Kunstwerk unvollendet. Erst 8 der 18 geplanten Türme ragen über 100 Meter in die Höhe.
Nach einer fast ruhigen Nacht (die Ausnahme bildete unsere schnarchende Mitbewohnerin), sind wir fit zu neuen Taten. Heute war unser "Bildungstag" (jetzt bitte nicht die Nase rümpfen, es lohnt wirklich. Barcelona besitzt nämlich ein paar wunderschöne Sehenswürdigkeiten.)
Wir folgeten dem Ratschlag des Jugi-Besitzers und zogen gleich nach dem Frühstück los zum Parc Güell, einem von Gaudis schönsten Werken. Farbenfrohe Fantasiebauten, ein lächelnder Drache und eine gewundene Riesenbank (banca serpiente), die eine ganze Parkseite umläuft schmücken den leider unvollendeten Park. Wir liefen ein bisschen den Hügel hinauf und waren plötzlich fernab vom Trubel in einem Pinienwald mit einem Gewirr von Wegen, Laubgängen und Brücken.

Nach so viel Bildung knurrten uns allmählich die Mägen. Und wie es in Barcelona so üblich ist, sind bei leichten Hungergefühlen McDonalds, Burger King, Pizza Hut und Fried Chicken nicht weit. Die Entscheidung ist schwer, doch schliesslich landen wir bei McDonalds. Entscheidungsgrund: Im HappyMeal befindet sich ein Snooooooooooooopy!
Am Nachmittag war es uns dann einfach zu heiss für irgendwelche Sehenswürdigkeiten. Wir sind durch die schmalen Gassen der Altstadt gebummelt, und danach am See des riesigen (bonzigen) Park, la Ciutadella, gesessen.
Nachdem wir unser Lager in der Jugi wieder abgeräumt hatten, sind wir zum Bahnhof gefahren, um unseren Plätze für den Zug nach San Sebastian zu reservieren. Eigentlich kein grosses Problem, meint man, aber oho! Drei Stunden Zeit sollte man schon haben: Zuerst beim Info-Schalter ein Nümmerli ziehen, ca eineinhalb Stunden warten bis die Nummer auf dem Display erscheint und schnell zum Schalter spurten, da sonst die Nummer einfach übersprungen wird. Hat man dann endlich den Fahrplan in der Hand, wird man zum Reservationsschalter geschickt -> wiederum ein Nümmerli ziehen, und weitere zwei Stunden warten. Und dann endlich, hält man mit ein bisschen Glück seine Platzkarte in den Händen. Juheeeeeeeeee!