LAGOS

31. 7. 99

< Nach Lissabon

Juheeeee, endlich sind wir im Urlaubsort des deutschen Tourismus angelangt. Hier gibt es Deutsche wie Bockwurst und Bier in der Bar. Praktisch jeder spricht englisch, und in der Stadt hängt Werbung für die deutsche Telecom...
Aber nun einmal von Anfang an. Am Bahnhof in Lagos sind wir direkt in den Gratis-Bus des Camping Imulagos, der ein bisschen ausserhalb ist, gestiegen. Sicher 3/4 der Passagiere waren Deutsche...was auch sonst. Mit dem Zelt hatten wir dass unsere liebe Mühe, da der Boden knochenhart war und unsere Heringe jetzt alle krumm sind...Schoissegal, denn wir wollten endlich ans Meer. In der Algarve herrscht aber auch eine Hitze, kaum auszuhalten. Und doch mussten wir uns noch ein bisschen gedulden und zuerst einkaufen gehen...und siehe da, es gab endlich unser Gas. Die erzwungene Fastenzeit von Knäckebrot und Danone-Käse hat endlich ein Ende, juheeee!

Inhalt
Tour 99

Dann endlich kletterten wir mit unseren Badeschlarpen (!!! super Rutschfest !!!) durch die ocker- bis rotfarbenen Sandsteinfelsen, hinab in eine nicht so von Touristen belagerte Bucht...und schon hat Andrea wieder zu viele Fotos geschossen, aber die Landschaft ist einfach sensationell super mega giga schön!!
Schnell schmissen wir unsere Sachen etwa 2 Meter vom Meer entfernt hin, (...meinst du es wird nass? nein nein, die Wellen sind ja nicht so hoch...) sprangen jauchzend ins klare Wasser, um danach kreischend wieder hinauszuhüpfen....es war eiszapfenkalt!!! ("kurzschwänzliwasser" wie gewisse Leute hier sagen würden) Trotzdem konnten wir es nicht lassen wenigstens zwei drei Züge zu Schwimmen. Dafür hatten wir jetzt nicht mehr heiss und konnten uns gemütlich sonnen. Ich war gerade so am eindösen, da hörte ich das laute Rauschen einer Welle. Dachte mir noch, das muss eine mega Welle sein, und just im nächsten Moment waren wir und unsere ganzen Badeutensilien pitschnass! Zum Glück sassen in der ganzen Bucht nur noch ein paar popelige Deutsche, da war das ganze nicht so peinlich.
Mit unseren nassen Tüchern konnten wir am Strand nicht mehr so viel anfangen, und sowieso hatten wir einen Bärenhunger. Also kletterten wir wieder zum Camping zurück, wo wir endlich die Teigwaren kochten, die wir schon seit Wochen umherschleppten. Was für ein Festmahl, und der "saugute" Wein (oder war es vielleicht doch Essig?) den wir dazu schlürften (hinunterwurgten wäre wahrscheinlich besser ausgedrückt) übertraf alles.
Nachdem wir nun ja körperlich wieder auf dem höchsten Stand waren, zogen wir los ins Zentrum, um das im Interrail-Buch beschriebene "saugeile Nachtleben" zu suchen...Tja, wir suchen noch heute! Ausser ein paar Bars, einer Disco und einem riesen Haufen Deutsche fanden wir nämlich nichts. Trotzdem setzten wir uns in eine Bar, schlürften einen Coktail und hörten amüsiert den Geschichten eines 54-jährigen zu..."Das Universum besteht aus einem Atom von 5x5x5 Metern...ich liebe Leila nun schon seit 20 Jahren...bla bla bla".

Blick auf unsere Bucht
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Die Traumlandschaft der Algarve
*träum*
In Lagos Gassenlabyrinth

Grottenfahrt (1.8. 99)

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Die Nase
Gorillakopf
Elefant
Das Schiff
Eingang einer Grotte