
Nach einem
letzten Frühstück am Strand, brachen wir unsere Zelte in Lagos ab
und fuhren mit Zug und Schiff zurück nach Lissabon. Dort hatten wir auch
ohne überhaupt zu suchen eine Unterkunft gefunden. Ein Typ bot uns ein
Zimmer für 2000 Escudos in einer Pension an, und nachdem wir uns davon
überzeugt hatten, dass es in Ordnung ist, sagten wir zu. Es war zwar
nicht gerade gross, aber wenigstens sauber.
Nachdem die Zimmerfrage gelöst war, wollten wir im Bahnhof Rossio unseren
Zug buchen gehen. (Geheimtip für alle die einen Platz im Süd-Express
nach Hendaye/Paris reservieren wollen. Im Bhf Rossio am Schalter "International
Reservations" dauert dies nur einige Minuten während man im Santa
Apolonia eventuell stundenlang Schlange stehen muss.) Doch genialerweise
war der Schalter schon geschlossen und wir mussten unsere Pläne wieder
einmal ändern. Wir schauten uns noch ein bisschen in der Stadt um und
kehrten dann zurück in die Pension.



So um
10 Uhr hatten wir dann endlich alles erledigt und hatten bis am Abend Zeit,
die Stadt anzuschauen. Wir beschlossen, zuerst eine Blick in das riesige Einkaufszentrum
"Armoreira" zu werfen. Unser Interrailbuch besagt, dass sich dort
über 700 Läden und 12 Kinos befinden sollten. Also liefen wir wieder
an unserer Pension vorbei, und wie es der Zufall so wollte, standen gerade
die drei Kanadier auf dem Balkon. Nach einem kurzen Schwätzli, (sofern
man dies bei einem Höhenunterschied von 5 Stockwerken überhaupt
so nennen kann) verabschiedeten wir uns und zogen weiter.
Ich glaube, wir haben nach einem Tag Lissabon so ziemlich alles Sehenswerte
dieser Stadt gesehen. Deshalb hatte es mich auch gar nicht gereut, dass wir
nur so wenig Zeit hier verbracht hatten. Die ganze Stadt hatt mich sowieso
nicht sonderlich angesprochen. Es ist alles so kahl und kalt, niemals so lebendig
wie es in Barcelona war (sorry aber bin ein absoluter Barcelona-Fan geworden).

