Nachdem wir den ganzen Tag gereist sind, erreichten wir am Abend endlich die Piratenstadt St. Malo. Da wir keine Ahnung hatten, wo wir ein Nachtlager suchen sollten, quatschten wir ein Schweizer-Päärchen an, welches uns zuvor schon im Zug aufgefallen war. Sie holten auch sofort hilfsbereit ihren Camping-Guide hervor und fragten ganz entsetzt ob wir nichts reserviert hätten. Wir sagten nichts, denn schliesslich machten wir eine Interrail-Tour und nicht eine organisierte Ferienreise. Also schrieben wir ein paar Adressen ab und verabschiedeten uns hastig. Natürlich hatte der erste Zeltplatz, bei dem wir um Asyl baten genügend freie Plätze.
Neuer
Tag, neues Abenteuer! Wir beschlossen einen Rundgang im alten Stadtteil von
St. Malo zu machen. Zuerst mussten wir aber am Bahnhof mit unseren Französisch-Künsten
einen Fahrplan nach Arcachon bestellen. Das war vielleicht ein krampf! Wir
waren heilfroh als wir das gute Stück endlich in den Händen hielten.
Nach getaner Arbeit kam endlich das Vergnügen an die Reihe. Wir kauften
uns Frühstück und vertilgten es am Strand. Als wir also so gemütlich
dasassen, bemerkten wir, dass das Meer durch die Ebbe einen schmalen Steg
zu der uns gegenüberliegenden Insel freilegte. Schnell schlüpften
wir aus unseren Schuhen und tappten herüber.
Auf der "Ile du Grand Bé" befindet sich das Grab von Chateaubriand,
einem einst berühmten Schriftsteller und Politiker Frankreichs, dessen
letzten Wunsch es war, auf dieser Insel begraben zu werden.



